Am 25. Juli 2026 starb Renata Zorić-Danilo im Alter von 83 Jahren in ihrer Heimatstadt Šibenik. Sie stammte aus der Adelsfamilie Danilo, auf deren Herkunft sie sehr stolz war. Ihrem Mann Ante stand sie in den schweren Jahren seines Exils zur Seite. In einem einfachen Boot war er über die Adria nach Italien gerudert, obwohl er wusste, dass er dabei sein Leben aufs Spiel setzte und die italienische Küste keineswegs sicher erreichen würde. Dennoch wog die Angst vor der Verfolgung durch die kommunistischen Machthaber schwerer als die Furcht, zu ertrinken. Beide waren im kroatischen Verein „Velebit“ tätig, einer Organisation, die sich mehr sozialen und kulturellen als politischen Themen widmete. Verbunden waren sie durch das gemeinsame Leid, eben nicht in ihre Heimat zurückkehren zu können. Nachdem Frau Zorić die Arbeit der Österreichisch-Kroatischen Gesellschaft einige Zeit beobachtet hatte, entschloss sie sich, dort selbst aktiv mitzuarbeiten. Nach der Unabhängigkeit Kroatiens setzte sie sich dafür ein, die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Österreich und Kroatien zu vertiefen. Bald darauf übernahm sie als Nachfolgerin von Nikola Brizić das Amt der Generalsekretärin der Österreichisch-Kroatischen Gesellschaft, das sie über mehrere Jahre ausübte. Selbst im Ruhestand blieb ihr Einsatz für die Verbindungen zwischen der schönen Stadt Šibenik und Wien ungebrochen. So war es vor allem ihr zu verdanken, dass der burgenlandkroatische Chor „Otvorena srca“ (Offene Herzen) im Dom von Šibenik auftreten konnte. Beim Besuch des österreichischen Vizekanzlers Dr. Erhard Busek, der als Vorsitzender dem Beirat der Österreichisch-Kroatischen Gesellschaft angehörte, in Zadar/Kožino organisierte Frau Zorić für ihn und seine Frau Helga eine Reise nach Šibenik sowie einen herzlichen Empfang durch Bischof Tomislav Rogić. Der Trauergottesdienst für die geliebte Renata wurde am 31. Juli auf dem St.-Annen-Friedhof in Šibenik gefeiert. Geleitet wurde er von Pfarrer Krešimir Mateša. Die Klapa-Gruppe „Laterna“ trug dabei drei wunderschöne Lieder vor: „Najljepše su oči moje majke“ (Die Augen meiner Mutter sind die schönsten), „Krist na žalu“ (Christus am Ufer) und „Da te mogu pismom zvati“ (Wenn ich dich mit einem Lied rufen könnte). Im Namen der Österreichisch-Kroatischen Gesellschaft nahm Dr. Marijan Brajinović, ihr Gründer und erster Präsident, an der Trauerfeier teil.

Unserer ehemaligen Generalsekretärin gilt unser aufrichtiger Dank und unsere besondere Anerkennung für ihr engagiertes Wirken und ihre wertvolle Arbeit in der Österreichisch-Kroatischen Gesellschaft! Dank an Dr. Marijan Brajinović für seine Teilnahme an der Trauerfeier und seine Zeilen.
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